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Eine Ferienimmobilie mit Bitcoins kaufen

Handschlag Immobilienkauf

Im World Wide Web herrscht eine richtige Goldgräber-Stimmung. Das Motto, das seit geraumer Zeit verfolgt wird? „Reich durch Bitcoin.“ Und im Idealfall innerhalb von wenigen Tagen. Ein Traum, der aber nicht unrealistisch ist. Denn es gibt einige Millionäre, die ihren Reichtum der Kryptowährung verdanken können. Wer hier zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen bzw. wieder ausgestiegen ist, konnte enorme Gewinne verbuchen.

Berücksichtigt man die neuesten Prognosen, so kann wohl demnächst ein neuer Höhenflug beobachtet werden, der den Bitcoin auf über 80.000 US Dollar katapultieren könnte. Das Bitcoin Halving, das für Mai 2020 erwartet wird, könnte das Allzeithoch aus dem Jahr 2017 (damals lag der Bitcoin bei knapp unter 20.000 US Dollar) in den Schatten stellen.

Digitale Währung oder reines Spekulationsobjekt?

Die größten Gewinner waren natürlich jene Personen, die an der Spitze der erfolgreichen Kryptowährungen gestanden sind bzw. noch immer stehen. Dazu gehören etwa Chris Larsen, ein Mitgründer der Kryptowährung „Ripple“, sowie auch Joseph Lubin, der das Ethereum-Projekt mitentworfen hat. Aber es gab auch die einen oder anderen Anleger, die richtig viel Geld mit Kryptowährungen verdienen konnten. Dazu gehören etwa die Winklevoss-Zwillinge. Diese haben relativ früh in den Bitcoin investiert und durften sich sodann über einen enormen Gewinn freuen.

Wer über Bitcoin Code mit der digitalen Währung spekuliert, der weiß, dass es immer wieder Höhenflüge wie Abstürze gibt. Einmal klettert der Preis des Bitcoin steil nach oben, dann folgt wieder ein Rückschlag. Letztlich geht es um das richtige Zeitfenster, um immer wieder entsprechende Gewinne verbuchen zu können. Doch der Bitcoin ist nicht nur ein Spekulationsobjekt, sondern auch eine digitale Währung, mit der man unter Umständen sogar eine Ferienimmobilie kaufen kann.

Bald Bitcoin statt US Dollar?

Hat man ein entsprechendes Bitcoin-Vermögen aufgebaut, so wird man mitunter schon einmal einen Blick auf den Immobilienmarkt werfen. Immer mehr Makler bieten nämlich die Möglichkeit an, das eine oder andere Haus mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen zu können. So hat Ben Shaoul, ein von der Magnum Real Estate Group tätiger Makler, der in Manhattan aktiv ist, einmal eine Anfrage bekommen, ob es nicht möglich wäre, den Kaufpreis in Bitcoin zu bezahlen.

Wird die Kryptowährung genutzt, so handelt es sich um eine relativ unkomplizierte Variante, da der Bitcoin problemlos wieder in US Dollar (oder in welche Währung auch immer) rückgetauscht werden kann. Das heißt, der Bitcoin spielt tatsächlich nur während der Transaktion eine Rolle - danach folgt der sofortige Tausch in die gewünschte Währung.

Einerseits spricht die höhere Sicherheit für den Bitcoin, andererseits fallen auch deutlich geringere Gebühren an. Denn in den USA gibt es kein kostengünstiges SEPA-System. Wer hier einen Millionenbetrag überweist, der muss mitunter schon einmal 10.000 US Dollar für die Transaktionsgebühr einrechnen. Somit mag es auch keine Überraschung sein, dass sich immer mehr Amerikaner dafür interessieren, mit Bitcoin die ins Auge gefassten Immobilien zu bezahlen.

Die erste im Immobiliensektor stattfindende Bitcoin-Transaktion hat übrigens im März 2013 stattgefunden: Damals wurde eine Villa auf Bali verkauft - der Preis: 800 Bitcoin (zum damaligen Zeitpunkt: 500.000 US Dollar; heute würde der Preis bei einem Kurs von rund 6.300 US Dollar 5 Millionen US Dollar betragen).

Bitcoin

Es gibt nicht nur Vorteile

Jedoch gibt es ein paar Schattenseiten. So hat Natalia Karayaneva, die Geschäftsführerin des Immobilienbüros Propy, bereits angemerkt, es sei nicht so einfach, die extrem großen Beträge zu transferieren. „Wenn die Zahlung mit Bitcoin durchgeführt wird, so ist es erforderlich, die großen Summen dann in kleinere Teile zu senden, da es nicht möglich ist, die Transaktionen umzukehren.“ Die Gefahr, so Karayaneva, sei deshalb nicht zu unterschätzen, weil wenn der gesamte Betrag an die falsche Adresse überwiesen würde, so wäre das eine Katastrophe, da die Transaktion nicht rückgängig gemacht werden könnte.

Auch sei es ein Irrglaube, dass man keine Steuern bezahlen müsste, wenn man mit Bitcoin die Immobilie bezahlt. „Wird eine Immobilie mit einer Kryptowährung gekauft, so ist es noch immer ein steuerpflichtiges Ereignis. Man darf jetzt nicht glauben, der Bitcoin würde ein Steuerminderungsgrund sein. Das ist nicht richtig“, so Karayaneva.

07.04.2020 12:00 Uhr | in "Allgemein"

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