Rentenerhöhung: Mehr Euros für Ruheständler

Dieses Jahr erhalten die über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner von der Deutschen Rentenversicherung wieder mehr Geld überwiesen. Jüngere Generationen hingegen müssen von ihrem Nettoeinkommen immer mehr in die private Altersversorgung stecken, wenn sie im Alter ihren Lebensstandard halten wollen.

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Prognose: Ein Rentenplus von etwa vier Prozent

Nachdem im Sommer 2021 die übliche Erhöhung der Rente im Westen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie komplett ausfiel und im Osten um lediglich 0,72 Prozent erhöht wurde, gibt es in diesem Jahr voraussichtlich wieder mehr Rente für Deutschlands Ruheständler.

Nach Aussagen des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD) könnte es eine Steigerung von über vier Prozent geben. Der endgültige Prozentsatz wird erst im Frühjahr festgelegt.Grundsätzlich steigen die Renten in Relation zu den Lohnsteigerungen. Nachdem aufgrund der COVID-19-Pandemie die gezahlten Löhne im Land sanken, hätte es demzufolge im letzten Jahr eine Senkung der Rentenzahlungen geben müssen. Allerdings greift in so einem Fall eine Rentengarantie. Die Folge: Im Westen wurden im Jahr 2021 die Renten eingefroren, im Osten wurden sie wegen der Angleichung der Ostrenten nur leicht angehoben.

Nachdem für den Sommer 2022 zunächst signifikante Rentenerhöhungen von bis zu 5,2 Prozent im Westen und 5,9 Prozent prognostiziert wurden, sorgt nun die Wiedereinführung des sogenannten Nachholfaktors für leicht gedämpfte Zuversicht: Der von der Vorgängerregierung außer Kraft gesetzte Faktor wird von der regierenden Ampelkoalition wieder eingeführt. Er hat zur Folge, dass die Renten nach einer ausgebliebenen Kürzung langsamer ansteigen als die Einkommen.

Neben einer voraussichtlichen Rentenerhöhung um vier Prozentpunkte gibt es noch eine weitere gute Nachricht für Ruheständler: Zwölf Monate nach ihrer Einführung kommt die Einführung der Grundrente voran. Alle Renten werden zurzeit auf einen möglichen Anspruch geprüft. Wer die Bedingungen für den Erhalt erfüllt, kann sich auf monatlich bis zu 418 Euro mehr an Rente freuen.

Junge Bundesbürger müssen privat vorsorgen

Fest steht: Im Gegensatz zu den Rentnerinnen und Rentnern von heute kann sich die Generation Z auf die gesetzliche Rente als primäre Einkommensquelle im Ruhestand kaum noch verlassen. Zwar hat die Ampelkoalition in ihrem Koalitionsvertrag versprochen, dass das Mindestrentenniveau auch über diese Legislaturperiode hinaus nicht unter dem Wert von 48 Prozent sinken wird.

Das bedeutet aber auch, dass mit einer Erhöhung des Rentenniveaus aufgrund der demografischen Entwicklung kaum zu rechnen ist. Die Folge: Junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen privat weitaus mehr vorsorgen als ihre Eltern, wenn sie zum Erhalt ihres Lebensstandards im Alter Versorgungslücken von mehreren hundert Euro kompensieren wollen.

Beratungsunternehmen wie der Finanzdienstleister Swiss Life Select weisen schon seit längerem darauf hin, wie wichtig die private Altersvorsorge geworden ist. In einem Beitrag auf ihrer Website unterstreichen die Finanzexperten, wie wichtig ein früher Einstieg in die Vorsorge ist, denn nur so kommen Sparer und Anleger langfristig in den Genuss des Zinseszins-Effekts und der Renditechancen auf dem Kapitalmarkt.

Laut den Beratern von Swiss Life Select hängt die monatliche Höhe der Vorsorgebeiträge von mehreren Faktoren ab: unter anderem dem Beschäftigungsverhältnis, der Laufzeit und der individuellen Lebenssituation. So kann in jungen Jahren zunächst ein geringer Betrag gespart werden, der später an die sich ändernde Lebenssituation angepasst wird.

Bei den für die private Altersvorsorge geeigneten Finanzprodukten weist der Swiss Life Select-Beitrag unter anderem auf fondsgebundene Rentenversicherungen hin. Sie bieten weniger Garantieleistungen wie klassische Rentenversicherungen, haben dafür aber wesentlich höhere Renditechancen.

02.03.2022 12:00 Uhr | in "Allgemein"
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