Wichtige Tipps zur Immobilienfinanzierung

Die eigene Immobilie finanzieren – sei es, um selbst darin zu wohnen, oder sie zu vermieten – stellt für viele Menschen einen großen Schritt im Leben dar. Damit es dabei nicht zu unschönen Überraschungen und vermeidbaren Risiken kommt, sollten jedoch ein paar wichtige Punkte beherzigt werden. Neben der richtigen Vorbereitung müssen Vergleiche durchgeführt und vor allem die eigenen verfügbaren Mittel gut kalkuliert sein. Klingt kompliziert? Bei uns erfahren Sie Schritt für Schritt, was es zu beachten gibt!

Die ersten Schritte bei der Immobilienfinanzierung

Das Traumhaus oder -grundstück gefunden? Das ist gut so! Wenn Sie jetzt alles richtig machen, steht Ihrer Finanzierung nichts mehr im Weg. Es ist wichtig, dass Sie sich von Anfang an einen Überblick über alle Möglichkeiten verschaffen und Ihre Finanzen dabei immer im Blick behalten. Dabei helfen kann der Baufinanzierungsrechner von baufi24.com, denn er erledigt auch die schwierigen Berechnungen für Sie.

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Finanzierungsplan muss lückenlos sein

Besonders dann, wenn ein guter Kaufpreis lockt, vergessen viele, dass es leider nicht dabei bleibt. Hinzu kommen Grunderwerbskosten, welche je nach Bundesland etwa 3,5 bis 6,5 % des eigentlichen Kaufpreises betragen können, sowie Notar- und Grundbuchkosten, die meist bei 1,5 bis 2 % liegen. Auch eventuelle Maklerkosten sind zu kalkulieren. Nur wenn Sie einen detaillierten Finanzierungsplan erstellen, schließen Sie böse Überraschungen bei der Finanzierung aus.

Eigenkapital einsetzen

Grundsätzlich gilt: Steht Ihnen eine große Summe an Eigenkapital zur Verfügung, ist es am besten, wenn Sie so viel wie möglich davon in die Finanzierung der Immobilie fließen lassen. Kaufnebenkosten und Maklergebühren müssen dabei in jedem Fall selbst getragen werden. Der Einsatz von Eigenkapital führt dazu, dass sich Ihr Zinssatz für das Darlehen deutlich reduziert. Trotzdem sollten Sie Experten zufolge eine Reserve in Höhe von zwei bis drei Netto-Monatsgehältern auf dem Konto behalten. Diese werden bei Notfällen wichtig.

Eigenleistungen einschätzen

Natürlich ist es möglich, sich Kosten für Handwerker zu sparen, indem man beim Bau der eigenen Immobilie selbst mit anpackt. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Verfügen Sie nicht über das notwendige Wissen, können bei eigenen Arbeiten schwerwiegende Fehler unterlaufen, die sich später rächen. Auch wenn Sie sehr viel Zeit dafür benötigen, sparen Sie bei Eigenleistungen kein Geld. In solchen Fällen sollten lieber Fachleute herangezogen werden.

Darlehensart auswählen

Bei der Wahl eines geeigneten Darlehens bestehen viele Möglichkeiten. Die meisten Käufer setzen jedoch auf Bausparverträge und Kredite von Banken. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Bankdarlehen

Beim Bankdarlehen erhalten Sie von einer Bank einen Kredit und vereinbaren mit dieser eine Frist für die Festschreibung des Zinssatzes. Diese wird Sollzinsbindung genannt. Die Zeitspanne kann zwischen einem Jahr und 20, in manchen Fällen auch mehr Jahren betragen.Die monatliche Rate setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen und bleibt währenddessen gleich. Restschuld und Zinsanteil reduzieren sich mit der Zeit, während der Tilgungsanteil innerhalb der Rate ansteigt.

Eventuelle Restschulden bei Auslauf der Sollzinsbindung erfordern am Ende eine Anschlussfinanzierung. Diese kann in Form einer Weiterführung des Darlehens zu neuen Konditionen bei der gleichen Bank erfolgen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, ein besseres Angebot von einer anderen Bank anzunehmen. Aus diesem Grund sollten Sie sich immer mehrere einholen und diese gut miteinander vergleichen, bevor Sie einen Entschluss fassen.

Bauspardarlehen

Das Bauspardarlehen ist so ausgelegt, dass Sie erst dann Anspruch auf ein Darlehen haben, wenn Sie auf dem Bausparvertrag ein Guthaben besitzen. Die Bausparkasse muss den Vertrag dann noch als zuteilungsreif erklären. Je nach Tarif dauert der Sparvorgang oft mehrere Jahre, weshalb Sofortfinanzierungen beim Immobilienkauf in der Regel mit einer Zwischenfinanzierung verbunden sind. Diese stellt ein tilgungsfreies Darlehen, welches bei der Zuteilung des Vertrags mit der Summe aus Guthaben und Bausparkredit abgelöst wird, dar.

Angebote und Unterlagen

Damit Sie die beste Finanzierungslösung für Ihre Immobilie erhalten, ist es wichtig, dass Sie sich verschiedene Angebote einholen. Wenden Sie sich dazu am besten nicht nur an Ihre Bank, sondern fragen Sie gezielt auch bei anderen an.

Um Angebote zu erstellen, benötigen Banken Unterlagen von Ihnen. Folgende sind wichtig:

  • Kopie vom Personalausweis
  • Nachweise von Einkommen
  • Objektunterlagen: Grundbuchauszug, Lageplan, Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung und Baukostenberechnung
  • Nachweise über vorhandenes Eigenkapital
  • Nachweise zu bestehenden Ratenkrediten und anderen finanziellen Verpflichtungen, die regelmäßig auftreten

Langfristig denken und planen

Die Finanzierung einer Immobilie kann über viele Jahre hinweg den Geldbeutel belasten. Deswegen ist es wichtig, bei den Planungen immer langfristig zu denken und die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Um sich langfristig günstige Zinsen zu sichern, empfiehlt sich eine Zinsfestschreibung für mindestens 10 oder 15 Jahre. Das bringt neben Kalkulationssicherheit auch Schutz vor einem möglichen Anstieg der Zinsen. Mit einem Volltilgerdarlehen sind Sie am Ende der Zinsbindungsfrist sogar schuldenfrei und müssen demzufolge keine Anschlussfinanzierung befürchten. In jedem Fall ist eine möglichst hohe Tilgung ab etwa 3 Prozent am Anfang wichtig.

Schließen Sie zusätzlich zur Hausfinanzierung einen Bausparvertrag ab, sichern Sie sich von Anfang an einen günstigen Darlehenszins. Dieser ist wichtig, um schon frühzeitig für Kosten bei Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen vorzusorgen.

Fazit

Es ist schön, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine eigene Immobilie zu kaufen oder bauen zu lassen. Behalten Sie dabei unbedingt von Anfang an alle anfallenden Kosten im Auge. Entscheidend ist dabei nie der Kaufpreis allein. Mit einem geeigneten Darlehen, in Form eines Bankkredits oder Bausparvertrags, sind Sie auf der sicheren Seite. Dabei sollte aber dennoch so viel Eigenkapital wie möglich eingebracht werden, um selbst keine Nachteile durch hohe Zinsen zu erhalten. Es ist also grundsätzlich besser, wenn Sie sich für die Erfüllung Ihres Traumes schon Geld zurückgelegt haben.

13.10.2022 10:30 Uhr | in "Finanzierung"
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