Vor- und Nachteile: Fertighaus oder Massivbauweise?

Der Immobilienmarkt boomt ungebrochen und immer mehr Menschen entscheiden sich in diesem Zuge für den Hausbau. Dabei stellt sich für sie jedoch die Frage, ob Fertighäuser tatsächlich die günstigere und „bessere“ Alternative sind als die klassische Massivbauweise.

Bild: Einbau Seitenwand eines Fertighauses.

Ein Fertighaus entsteht in Modulbauweise. Foto: Comofoto © Adobe Stock.


Zwar sprechen seit Jahren viele Experten von einer Blase, dennoch ist der Preisanstieg bei Immobilien nach wie vor ungebrochen. Vor allem die Kaufpreise schnellen in rasantem Tempo in die Höhe, angefeuert durch die niedrigen Zinsen für entsprechende Kredite. Sich eine bestehende Wohnung oder sogar ein Haus zu kaufen, können sich angesichts dieser hohen Kosten viele Familien mittlerweile nicht mehr leisten.

Ein Grundstück zu erwerben und anschließend möglichst günstig selbst darauf ein Haus zu bauen, scheint daher oft die sinnvollste Lösung zu sein. Viele Bauherren entscheiden sich dann für ein Fertighaus, denn es verspricht auf den ersten Blick viele Vorteile. Doch wie sieht das auf den zweiten Blick aus?

Definition: Was ist ein Fertighaus?

Bei einem Fertighaus wird nicht mehr Stein auf Stein gesetzt, sondern die Einzelteile des späteren Hauses werden in Produktionshallen hergestellt sowie bereits in Teilen zusammengefügt. Sie werden also anschließend vor Ort auf dem Grundstück nur noch wie ein Puzzle zusammengesetzt.

Definiert wird das Fertighaus somit als Wand- und Deckenelemente, die auf einem Fundament errichtet werden. Dieses Fundament kann entweder eine reine Bodenplatte oder aber eine Kellerdecke sein. Solche Fertighäuser gibt es mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Variationen, Formen und Größen.

Lange Zeit wurden sie bevorzugt aus Holz gefertigt, jedoch stehen heutzutage auch Modelle aus Beton oder Leichtbeton zur Auswahl. Die Dämmung bei Fertighäusern wird für gewöhnlich direkt während des Fertigungsprozesses in die Wände oder Decken integriert.

Bild: Bau Fertigteilhaus

Nach Entschluss und Fundament ist ein Fertighaus schnell gebaut. Foto: benik.at © Adobe Stock.


Vorteile von Fertighäusern im Überblick

Dadurch entsteht der erste Vorteil: Die Dämmeigenschaften sowie der Energieverbrauch des Fertighauses können bereits vor dem eigentlichen Hausbau optimiert werden. Die meisten der modernen Fertighäuser werden daher direkt als sogenannte Effizienz- oder Niedrigenergiehäuser gefertigt.

Dadurch stehen den Bauherren unter Umständen staatliche Förderungen in unterschiedlicher Höhe zur Verfügung, mit denen zusätzlich viel Geld gespart werden kann. Auch das ist mit ein Grund dafür, weshalb Fertighäuser gemeinhin als günstiger gelten. Die verschiedenen Effizienzhaus-Standards werden je nach Fertighausmodell von vorneherein garantiert, aber natürlich sind sie auch unabhängig von der Bauweise erreichbar. Welche anderen Argumente sprechen also sonst noch für Fertighäuser?

  • Geringerer Planungsaufwand: Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, spart sich viel Zeit und Geld bei der Planung des zukünftigen Eigenheims. Denn wie der Name bereits vermuten lässt, ist das Fertighaus bereits vollständig geplant und muss quasi nur noch bestellt werden. Manchmal sind verschiedene Optionen verfügbar, sodass einige wenige Entscheidungen gefällt werden müssen – jedoch nicht annähernd so viele wie bei der kompletten Planung eines Massivhauses.
  • Individualisierungsmöglichkeiten: Viele Menschen sehen in der fehlenden Planungsphase aber einen Nachteil, da sie sich ein Haus nach ihren individuellen Vorstellungen wünschen. Mittlerweile bieten die Hersteller der Fertighäuser daher häufig die Möglichkeit an, das ausgewählte Modell noch zu individualisieren. Es muss also nicht das Haus „von der Stange“ sein, sondern die Bauherren können durchaus bei der Bestellung ihre Sonderwünsche angeben.
  • Musterhausbesichtigung: Wer sich dennoch unsicher ist, ob das Fertighaus den eigenen Vorstellungen entspricht oder nicht, genießt die Möglichkeit zur Besichtigung eines sogenannten Musterhauses. Es handelt sich dabei um ein lebensgroßes Modell mit Inneneinrichtung, sodass die Atmosphäre in dem potenziellen neuen Zuhause realistisch eingeschätzt werden kann. Hier finden die Bauherren zudem Inspiration für die Gestaltung der eigenen Wohnräume.
  • Moderne Haustechnik: Wie bereits erwähnt, wird bei Fertighäusern in der Regel die modernste Haustechnik verbaut – auch, um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen. Die Bauherren haben also die Möglichkeit, ein auf ihre Wünsche abgestimmtes „Paket“ auszuwählen und dadurch eine moderne sowie aufeinander abgestimmte Technik im Eigenheim zu erhalten – ohne den großen Planungsaufwand, der sonst dahintersteckt.
  • Einheitlicher Service: Dieser Vorteil trifft nicht nur auf die Technik, sondern auf das Fertighaus im Gesamten zu. Denn es handelt sich bei dem Angebot um ein Komplettpaket, sprich die Bauherren haben nur einen Ansprechpartner, der sich um alles kümmert. Sie genießen einen vollumfassenden Service und tragen nicht selbst die Verantwortung für den Erfolg ihres Projektes. Stattdessen können sie den Hausbau entspannt in die Hände des Anbieters legen und genießen häufig sogar zusätzliche Services wie Unterstützung bei der Suche nach einem Grundstück, der Baufinanzierung oder der Kommunikation mit den Ämtern. Und auch Jahre nach der Fertigstellung des Hauses fungieren die meisten Anbieter noch als Ansprechpartner im Bereich Wartung und Pflege.
  • Nachhaltige Baustoffe: Die meisten Fertighäuser werden nach wie vor aus Holz und damit einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt. Wichtig ist natürlich, auf die Herkunft der Hölzer zu achten. Dann handelt es sich tatsächlich um eine umweltfreundliche Alternative mit vielen Vorzügen.
  • Minimale Bauzeit: Wer in ein Eigenheim investiert, kann es meist kaum erwarten, endlich auch in die eigenen vier Wände einziehen zu können. Zudem ist jeder Monat, in welchem keine Miete mehr gezahlt werden muss, bares Geld wert. Ein großer Vorteil der Fertighäuser besteht deshalb darin, dass diese eine extrem kurze Bauzeit haben im Gegensatz zur Massivbauweise. Sobald der Keller oder die Bodenplatte fertiggestellt sind, dauert der Rest nur noch wenige Tage – je nach Ausbaustufe.
  • Witterungsunabhängigkeit: Nicht nur durch die kurze Bauzeit werden Pausen während der Bauphase vermieden, sondern Fertighäuser können auch witterungsunabhängig zusammengesetzt werden. Es ist also trotz Wind, Kälte und Regen oft nicht notwendig, die Arbeiten zu unterbrechen – wohingegen ein unfertiges Massivhaus vor allem über die Winterzeit mit etwas Pech brachliegt und somit für weitere Verzögerungen der Bauzeit sorgt.
  • Geringere Kosten: Eine kürzere Bauzeit bedeutet natürlich auch geringere Kosten. In vielen Fällen ist das Fertighaus daher tatsächlich günstiger als ein vergleichbares Haus in Massivbauweise. Wer also Geld sparen möchte, sollte über diese Option nachdenken. Das gilt vor allem bei förderfähigen Effizienzhäusern. Zudem führt die Standardisierung dazu, dass Fertighäuser zu geringeren Kosten hergestellt sowie aufgebaut werden können. Die Baukosten sind fix festgeschrieben, sodass es nicht während der Bauphase zu bösen Überraschungen kommt. Auch die Preissicherheit ist also ein großes Plus der Fertighäuser.
  • Flexible Eigenleistungen: Noch mehr Geld lässt sich sparen, wenn die Bauherren zu Eigenleistungen bereit sind. In der Regel wird ein Fertighaus daher in verschiedenen sogenannten Ausbaustufen angeboten. Das schlüsselfertige Haus ist dabei die teuerste, aber komfortabelste Variante. Denn dann müssen die Eigentümer am Ende tatsächlich nur noch einziehen. Wer hingegen die Kosten minimieren möchte, kann beispielsweise den Ausbau, den Anstrich oder andere Schritte der Bauphase selbst übernehmen – entweder mit den eigenen Händen oder zur Auslagerung an externe Handwerker.

Tatsächlich sind Fertighäuser damit unterm Strich meist deutlich günstiger als der Bau eines Massivhauses. Wer sich für Eigenleistungen entscheidet, kann zudem nicht nur bei den Lohnkosten sparen, sondern auch beim Material. Denn viele Utensilien können in Baumärkten günstiger gekauft werden als pauschal über den Anbieter des Fertighauses.Dieser Vorteil gilt aber natürlich auch für Häuser in Massivbauweise. Hier kann sogar auf Wunsch noch viel mehr selbst gemacht und individueller entschieden werden, was ausgelagert werden soll und was nicht.

Zudem hält sich das Gerücht hartnäckig, dass Fertighäuser qualitativ nicht mit Massivhäusern mithalten könnten. Das stimmt allerdings nicht, wenn der richtige Anbieter ausgewählt wird. Denn moderne Fertighäuser überzeugen qualitativ ebenso wie Massivhäuser und bringen nicht das Risiko von Missverständnissen bei der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Handwerkern, Unternehmen & Co mit sich. Die industrielle Standardfertigung sorgt also für eine Minimierung des Risikos von baulichen Mängeln.

Mögliche Nachteile von Fertighäusern

Dennoch sind viele Fertighäuser tatsächlich weniger langlebig als ein Haus in Massivbauweise, welches theoretisch mit der richtigen Pflege viele Jahrhunderte überstehen kann. Allerdings hängt die Lebensdauer auch zu großen Teilen von den verwendeten Materialien ab. Ob das Fertighaus auf lange Sicht also tatsächlich günstiger ist als ein Massivhaus oder nicht, lässt sich nur im Einzelfall feststellen.

Zu den Nachteilen gehören zum Beispiel auch eine stärkere Witterungsanfälligkeit, eine mangelnde Luftdichtigkeit oder die schlechtere Wärmespeicherfähigkeit der Wände nach sich ziehen. Das hat Auswirkungen sowohl hinsichtlich der Lebensdauer als auch der Betriebskosten des Fertighauses. Weitere Nachteile von Fertighäusern sind:

  • Weniger Gestaltungsfreiheit: Zwar standen die Individualisierungsmöglichkeiten bereits in der Liste der Vorzüge, dennoch bietet ein Massivhaus natürlich deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Wem es also nicht genügt, nur einige Optionen oder Sonderwünsche bestimmen zu können, der genießt mit der Massivbauweise viel mehr Flexibilität und kann quasi jeden Stein individuell setzen.
Bild: Fenstereinbau

Freiheit im Detail: Beim Massivhaus kann jeder Handgriff selbstbestimmt werden. Foto: W PRODUCTION © Adobe Stock


  • Verringerter Schallschutz: Durch die Bauweise bedingt – insbesondere die weniger massiven Wände – leidet die Dämmung von Trittschall im Innern etwas. In einem Einfamilienhaus stellt das meist kein allzu großes Problem dar. Doch wen die Geräusche der anderen Bewohner übermäßig stören, für den ist ein Fertighaus nur bedingt geeignet.
  • Geringerer Wiederverkaufswert: Der Vorteil, dass das Fertighaus im Regelfall vergleichsweise günstig ist, bringt zudem den Nachteil eines geringeren Wiederverkaufswertes mit sich. Prozentual gesehen verlieren sie zudem schneller an Wert als ein vergleichbares Haus in Massivbauweise – was an der kürzeren Gesamtlebensdauer liegt. Nach rund 30 Jahren hat ein Fertighaus daher durchschnittlich zehn bis 15 Prozent mehr an Wert verloren als ein Massivhaus.

Das Fertighaus eignet sich daher vor allem für Familien, welche das Haus in absehbarer Zeit nicht wieder veräußern möchten. Als Investitionsobjekte sind sie hingegen weniger gut geeignet. Zudem sollte im Voraus sorgfältig durchgerechnet werden, ob das Fertighaus in Anbetracht der Lebensdauer sowie der Betriebskosten tatsächlich die günstigere Alternative ist. Darüber hinaus gibt es natürlich auch viele Gründe, die nicht finanzieller Natur sind. Wie sieht es also stattdessen mit dem Massivhaus aus?

Definition des klassischen Massivhauses

Bevor Fertighäuser ihr heutiges, hohes Niveau erreicht haben, war die Massivbauweise der Standard im Bauwesen. Sie basiert auf einem Tragwerk, bei welchem die Wände sowie Decken eine statisch tragende Funktion erfüllen und zugleich die gewünschten Räume formen. Es braucht somit ein massives Mauerwerk, wofür gerne Beton in seinen verschiedenen Variationen verwendet wird. Hier wird sprichwörtlich noch ein Stein auf den anderen gesetzt – oder „gegossen“ – was natürlich deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Vorteile eines Hauses in Massivbauweise

Bild: Massivhaus

Ziegel auf Ziegel – ein klassisches Massivhaus. Foto: OceanProd © Adobe Stock


Dennoch mangelt es dem Massivhaus nicht an Vorteilen gegenüber den modernen und derzeit so beliebten Fertighäusern:

  • Individuelle Gestaltung: Die Individualität der Massivhäuser wurde bereits aufgeführt und stellt einen großen Vorteil dar. Die Bauherren können also bis in kleinste Detail selbst entscheiden, wie ihr Haus später aussehen soll – natürlich im Rahmen der statischen sowie gesetzlichen Möglichkeiten. Das ermöglicht vor allem das Bauen auf schwierigeren Grundstücken mit ungewöhnlichem Grundriss oder einer Hanglage.
  • Hoher Wiederverkaufswert: Ebenfalls bereits erwähnt wurde der höhere Wiederverkaufswert von Massivhäusern. Denn sie weisen eine höhere Haltbarkeit auf, was allerdings erst nach rund 100 Jahren spürbare Unterschiede zum Fertighaus zeigt. Wer also nicht nur für sich selbst, sondern auch die Kinder und Kindeskinder bauen oder das Haus in absehbarer Zeit wieder verkaufen möchte, ist mit der Massivbauweise möglicherweise etwas besser beraten.
  • Bessere Wärmespeicherung: Die massiven Wände speichern deutlich mehr Wärme als jene in einem Fertighaus und geben diese bei Bedarf wieder ab. Das verringert die Energiekosten und verbessert zugleich das Raumklima. Dieses gilt ohnehin in einem Massivhaus als optimaler, was zugleich an der besseren Schalldämmung und der häufig etwas höheren Luftfeuchtigkeit liegt. Zudem heizen sich die massiven Wände im Sommer langsamer auf, kühlen aber auch im Winter nicht so schnell aus.
  • Gute Widerstandsfähigkeit: Zwar mögen die Kosten für den Hausbau höher und weniger leicht zu kalkulieren sein, dafür ist bei einem Massivhaus aber mit geringeren Folgekosten zu rechnen. Das liegt einerseits an der längeren Lebensdauer sowie den geringeren Betriebskosten und andererseits an der robusten Bauweise. Ein Massivhaus ist also einerseits ohnehin unempfindlicher gegenüber Beschädigungen, andererseits entstehen dadurch auch niedrigere Folgekosten.
  • Mehr Eigenleistungen: Auch der letzte Aspekt wurde bereits angesprochen, denn bei einem Massivhaus sind noch mehr Eigenleistungen möglich als bei einem Fertighaus, um die Kosten zu senken oder das Haus schlichtweg nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Doch auch bei der Massivbauweise gilt natürlich, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Sie bringt also zwar viele Vorteile mit sich, aber eben auch gewisse Nachteile.

Nachteile von Massivhäusern in der Übersicht

Einer der größten Nachteile des Massivhauses ist dessen lange Bauzeit. Bis das Gebäude für den Einzug bereit ist, vergehen meist viele Monate oder sogar mehrere Jahre. Die Bauphase lässt sich zudem weniger gut planen, was sowohl zeitlich als auch finanziell zutrifft. So kommt es nicht selten vor, dass das geplante Budget deutlich überschritten wird. Eine realistische Kalkulation ist sehr schwierig und stets vom Einzelfall abhängig.

Die Unterstützung eines Experten ist dabei meist ebenso unverzichtbar wie beim Entwurf des Hauses und allen weiteren Schritten. Doch diese Experten sind natürlich alles andere als günstig und zudem müssen sie miteinander kommunizieren, um Missverständnisse und daraus resultierende Fehler zu vermeiden.

Bild: Baustelle

Die Baustelle: Ein Anblick, an den sich Bauherren von Massivhäusern besser gewöhnen. Foto: Piman Khrutmuang © Adobe Stock


Und zuletzt ist es auch schlichtweg aufwändiger, überhaupt an ein Massivhaus zu kommen. Es kann nämlich nicht einfach im Katalog bestellt werden wie das Fertighaus. Stattdessen sind folgende Wege möglich:

  • Erst einmal muss ein passendes Grundstück gefunden werden, wobei einige Fallen lauern können. Im Gegensatz zum Fertighaus, wo die Interessenten häufig Hilfe bei der Suche erhalten oder das Grundstück sogar im Angebot inbegriffen ist, sind sie beim Massivhaus also ganz auf sich alleine gestellt.
  • Ist das Grundstück gefunden, wird entweder eine Baufirma beauftragt, die jedoch ebenfalls mit vorgefertigten Standardformaten arbeitet und somit Abstriche bei der Individualität des Massivhauses erfordert.
  • Oder die Bauherren entscheiden sich für einen Architekten, welcher das Massivhaus exakt an die eigenen Wünsche anpasst oder selbst Anregungen sowie Ideen einbringt. Er informiert zudem darüber, was überhaupt möglich ist und was nicht.
  • Letztere Information ist auch dann unverzichtbar, wenn das Haus vollständig in Eigenregie umgesetzt werden soll. Das ist zwar möglich und die günstigste Variante, erfordert aber viel Knowhow und empfiehlt sich daher nur für Personen aus der Branche – zum Beispiel eben Architekten oder Statiker. Ein geprüfter sowie genehmigter Bauplan ist nämlich trotzdem die Grundvoraussetzung, um überhaupt mit dem Hausbau beginnen zu dürfen. Anschließend müssen die Handwerker bestellt sowie Materialien beschafft werden und natürlich braucht es auch eine Bauaufsicht.

Fazit

Prinzipiell gibt es also viele Wege zum Eigenheim. Welcher dabei der richtige Weg ist, hängt vom eigenen Budget, dem Knowhow, den Vorstellungen und Zukunftsplänen der Bauherren ab. Als Grundregel lässt sich festhalten: Je mehr Eigenleistungen erbracht werden, umso günstiger ist der Hausbau – aber auch aufwändiger.

Den größten Komfort bietet hingegen das schlüsselfertige Fertighaus, das jedoch auf lange Sicht nicht immer die günstigste Alternative darstellt. Schlussendlich bringen sowohl die Fertighäuser als auch die Massivhäuser ihre individuellen Vor- und Nachteile mit sich.

Zwar ist das Fertighaus nicht ohne Grund mittlerweile so beliebt, vor allem angesichts der stetig steigenden Immobilienpreise. Dennoch kann es eben nicht grundsätzlich als die bessere Wahl bezeichnet werden. Wer also einen Hausbau plant, sollte beide Optionen in Betracht ziehen, kalkulieren und gegeneinander abwägen. Zudem entscheidet bei den Fertighäusern auch die Wahl des Anbieters zu großen Teilen über den Preis sowie die Qualität. Recherche ist also das A und O!

25.02.2022 10:30 Uhr | in "Hausbau"
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