Mehrfamilienhaus | Vorteile | Nachteile

Das Mehrfamilienhaus - Vor- und Nachteile in der Übersicht

Ein Mehrfamilienhaus bietet gegenüber einem Einfamilienhaus viele Vorteile. Es ist insbesondere für Familien mit Kindern und Senioren geeignet. Wer sich für diesen Haustyp entscheidet, der muss allerdings wohnrechtliche, architektonische und finanzielle Besonderheiten beachten.

Bild: Mehrfamilienhaus

Bild: Mehrfamilienhaus. Bildnachweis: Pixabay.com, mehrfamilienhaus-häuser-fenster-1008591 © MAKY_ORELCC0 Public Domain


Mehrfamilienhäuser – ein neuer Wohntrend

In den letzten Jahren erlebt das Mehrfamilienhaus eine Renaissance und erfreut sich wieder einer wachsenden Beliebtheit und steigenden Nachfrage. Und diesen guten Ruf genießt es vollkommen zu Recht. Wenn mehrere Familien oder Generationen unter einem Dach zusammen wohnen wollen, dann ist das Mehrfamilienhaus die beste Alternative zum klassischen Einfamilienhaus. Denn es überzeugt mit vielen attraktiven Vorteilen, die andere Haustypen nicht bieten. Aber Achtung: wer ein Mehrfamilienhaus planen und bauen will, der sollte die Besonderheiten dieses Haustyps beachten. Denn schließlich sollte man ja wissen, was dabei auf einen zukommt.

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wohn- und baurechtlichen, architektonischen und finanziellen Aspekte von Mehrfamilienhäusern.

Bauliche Besonderheiten eines Mehrfamilienhauses

Als Mehrfamilienhaus wird ein Haus bezeichnet, das mehrere räumlich voneinander getrennte abgeschlossene Wohneinheiten unter einem einzigen Dach vereint. Diese verteilen sich in der Regel auf mehrere Geschosse und haben häufig einen identischen Grundriss und dieselbe Wohnfläche. Die Anzahl der Wohneinheiten und Wohnparteien ist genauso variabel wie die der Geschosse. Im Gegensatz zu einem Ein- oder Zweifamilienhaus kann ein Mehrfamilienhaus von mehreren Haushalten bewohnt werden. Es ist für mindestens drei Wohnparteien konzipiert. Auf jeder Etage können mehrere Familien wohnen. Oftmals gehören zu der Immobilie auch Parkplätze und ein Garten. Im Gegensatz zu einem Doppelhaus, in dem jede Gebäudehälfte einen eigenen Hauseingang und ein eigenes Treppenhaus hat, hat ein Mehrfamilienhaus nur einen Hauseingang und ein Treppenhaus. Ein Mehrfamilienhaus kann sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen umfassen. Ein Mehrfamilienhaus und das zugehörige Grundstück können in Deutschland auch unter das Wohnungseigentumsgesetz fallen.

Vorteile von Mehrfamilienhäusern

Mehrfamilienhäuser überzeugen mit einer gut funktionierenden Hausgemeinschaft mit viel Nachbarschaftsnähe, gegenseitiger Hilfe und Unterstützung und einem regen sozialen Kontakt und Austausch zwischen den Bewohnern.

Ein Mehrfamilienhaus ermöglicht eine effiziente Bauflächennutzung. Es bietet viel Wohnraum, ohne dabei viel Platz einzunehmen. Daher ist diese Immobilienform ideal für die Schaffung von viel bezahlbarem Wohnraum in urbanen Ballungsgebieten mit begrenzter Grundfläche und hohen Grundstückskosten geeignet.

Mehrfamilienhäuser bieten Bauherren ein hohes Einsparpotential. Durch das gemeinsame Bauen und Bewohnen des Hauses können z.B. die Grundstücks-, Bau-, Bauneben- und Erschließungskosten unter den Wohnungseigentümern aufgeteilt werden, wodurch die Kosten für jede einzelne Wohnpartei erheblich sinken.

Ein Mehrfamilienhaus in guter Lage ist für Hauseigentümer eine profitable und sichere Kapitalanlage, da es regelmäßige Mieteinkünfte bei kontinuierlicher Wertsteigerung von Haus und Grundstück garantiert. Dieses lukrative Renditeobjekt ermöglicht durch die Vermietung von Wohneinheiten die Erwirtschaftung von sehr hohen Mieteinnahmen bei vergleichsweise kleinen Grundstücken. Mit den Mieteinkünften können die Baukosten und Baukredite gedeckt werden, so dass der Hausbau für den Bauherren teilweise ohne Eigenkapital möglich ist.

Außerdem profitieren die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in einem Mietwohnungsverhältnis von relativ niedrigen Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Eigenheim. In den meisten Fällen trägt der Hauseigentümer die Kosten für Reparaturen, Sanierungen oder Renovierungen der Immobilie.

Nachteile von Mehrfamilienhäusern

Ein Nachteil sind die hohen Baukosten. Diese sind von vielen verschiedenen Faktoren wie der Größe, der Bauweise und der Ausstattung abhängig und variieren je nach Situation. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise liegen zwischen 2000 Euro und 2600 Euro.

Außerdem bieten Mehrfamilienhäuser aufgrund der Nachbarschaftsnähe und der hohen Bewohnerdichte weniger Privatsphäre und eine hohe Geräuschkulisse, was ein mögliches Konfliktpotential darstellt und einen guten Schallschutz erfordert. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Abstimmungsbedarf zwischen allen Wohnparteien bei baulichen Veränderungen im Haus.

07.12.2021 12:00 Uhr | in "Immobilie kaufen"

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